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04.04.2015 / Schwerpunkt / Seite 3

Spur in die Neonaziszene?

Hinweise auf mögliche Täter im Fall Oury Jalloh: Initiative will Behörden mit Petition zum Ermitteln bringen

Susan Bonath

Oury Jalloh starb am 7. Januar 2005 im Polizeirevier Dessau. An Händen und Füßen auf eine feuerfest umhüllte Matratze gefesselt, verbrannte er bis zur Unkenntlichkeit. Wer legte das Feuer in der 2,5 mal 4,5 Quadratmeter kleinen gefliesten Zelle? Um das herauszufinden, müsse zielgerichtet ermittelt werden, fordert die Initiative »In Gedenken an Oury Jalloh« in einer Onlinepetition. Das tue die Staatsanwaltschaft Dessau-Roßlau seit Jahren nicht, so der Vorwurf. Ihre Eingabe richtet sie an Behördenleiter Folker Bittmann, Sachsen-Anhalts Innenminister Holger Stahlknecht (CDU) und Bundesjustizminister Heiko Josef Maas (SPD). »Die Täter müssen endlich verurteilt werden«, verlangt die Initiative.

Dazu müsste nach ihnen gesucht werden. Die Aktivisten befürchten aber, die Staatsanwaltschaft könnte den Fall demnächst endgültig zu den Akten legen. Zwar ermittelt sie seit einem Jahr offiziell wegen Mordverdachts. Dies droht jedoch ein zahnloser Papiertiger zu bleiben...

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