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02.04.2015 / Schwerpunkt / Seite 3

Das Todeslager

Die deutsche Wehrmacht im Umgang mit Kriegsgefangenen aus der UdSSR. »Russische Untermenschen« im STALAG 326

Arno Klönne

Die inzwischen staatsoffiziöse Weizsäcker-Formel von der Befreiung Deutschlands im Mai 1945 kann zu Falschdeutungen verleiten. Hat die »Volksgemeinschaft« in ihrer großen Mehrheit sehnsüchtig die allierten Truppen als »Befreier« erwartet? Hatten die Militärkommandeure, die anderen Funktionsträger des «Dritten Reiches« und die Wirtschaftsführer die heiße Hoffnung, vom Naziregime erlöst zu werden? Es gab sie – die Menschen, deren Lebensrettung von der endgültigen Niederlage Hitlerdeutschlands abhing. Befreit wurden und fühlten sich am Ende des Zweiten Weltkrieges die Insassen von Konzentrationslagern, darunter viele Deutsche. Befreit wurden auch Kriegsgefangene aus den überfallenen Ländern. Die allerdings wurden zwecks unterschiedlicher Behandlung von den Nazimachthabern sortiert. »Der Russe« galt als »Untermensch«, der »asiatische Judäobolschewik« sollte ausgerottet werden.

Am 2. April 1945 befreiten vorrückende US-Einheiten das STALAG 326 benannte G...

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