Hände weg von Venezuela! Solidaritätsveranstaltung am 28. Mai
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02.04.2015 / Feuilleton / Seite 11

Aus der Tiefe des Raums

Wie 3D zu einem Kunstmittel werden könnte: Wim Wenders’ »Every Thing Will Be Fine«

Kai Köhler

Die Geschichte ist schnell erzählt. Ein junger Schriftsteller überfährt schuldlos ein Kind und gerät, obgleich ihm niemand einen Vorwurf macht, in eine Lebenskrise. James Franco spielt diesen Autor, der mit seiner Umwelt ohnehin schon distanziert umging; er verhält sich korrekt, doch wirkt selten sympathisch. Bald geht seine Beziehung in die Brüche. Er findet eine Ersatzfamilie und hat sich ein paar Jahre später, nun künstlerisch erfolgreich und anerkannt, einen seelischen Panzer zugelegt, der im Film als problematisch erscheint. Jedenfalls hat er früher, noch offenkundig erschüttert, die Mutter des getöteten Kindes getroffen (routiniert leidend: Charlotte Gainsbourg). Zuletzt muss ihn der Bruder des Unfallopfers in eine Auseinandersetzung zwingen. Wirklich zugespitzt wird das nicht. Regisseur Wim Wenders bleibt bis zum Ende auf der einmal gewählten Ebene: der kühlen Beobachtung von Menschen, wie sie auf Bedrohungen reagieren und – selten erfolgreic...

Artikel-Länge: 4130 Zeichen

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