01.04.2015 / Antifa / Seite 15

Frau Ludendorffs Jünger

Ostertreffen für die ganze Familie: Rassistischer Bund lädt zur Vorträgen in die niedersächsische Provinz ein.

Claudia Wangerin

Seit vier Jahrzehnten tagt der »Bund für Gotterkenntnis (Ludendorff) e.V.« über Ostern im niedersächsischen Dorfmark. Volkstanz und Vorträge für die ganze Familie werden angeboten. Benannt nach Mathilde Ludendorff, einer selbsternannten Philosophin und Ehefrau des Hitlerputsch-Gefährten General Erich Ludendorff, wehrt sich der Verein gegen den Vorwurf, er sei rassistisch, antisemitisch oder gar eine Sekte, die bereits Kindern Rassismus lehre. Was DGB und antifaschistische Gruppen den Ludendorffern in einem Protestaufruf vorwerfen, wird auf der Internetseite der Vereinigung »richtiggestellt«, tatsächlich aber nur auf den ersten Blick freundlicher verpackt. Wenn es heißt, die 1966 verstorbene Namenspatronin habe gelehrt, dass »Blutmischung« zum »Volkstod« führe, ist in den »Richtigstellungen« von der »Bewahrung der Harmonie in dieser Schöpfung« und der »Erhaltung der Kulturen aller Völker mit ihren unterschiedlichen ›Gottliedern‹« die Rede. Zu...

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