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26.03.2015 / Ausland / Seite 6

Flexibilität durch Wortbruch

Obama ändert Zeitplan für Truppenabzug aus Afghanistan. USA wollen offenbar auch zwei Stützpunkte behalten. Präsident Ghani zu Besuch in Washington

Knut Mellenthin

Barack Obama hat wieder einmal ein Versprechen gebrochen: Seine gerade mal zehn Monate alte Ankündigung, dass die Personalzahl der US-Truppen in Afghanistan im Laufe des Jahres 2015 halbiert würde, landete am Dienstag in der Tonne. Dass das geschehen würde, war von Anfang an leicht vorauszusagen. Schon seit Monaten war es Gegenstand von Gerüchten, Spekulationen und Andeutungen führender US-Militärs. Jetzt ist es amtlich, ohne dass der US-Präsident sich genau auf einen neuen Zeitplan festlegen mochte. »Flexibilität« heißt das Zauberwort, nach dem im Grunde alles wieder offen ist.

Am 27. Mai 2014 hatte Obama seinen Untertanen mitgeteilt, dass die in Afghanistan stationierten amerikanischen Truppen – damals waren es noch über 30.000 Soldaten – bis zum Jahresende weitgehend abgezogen würden. Danach hätte nur noch ein stark verkleinertes Kontingent von 9.800 Soldaten dort bleiben sollen, das im Laufe des Jahres 2015 ungefähr auf die Hälfte reduzier...

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