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24.03.2015 / Inland / Seite 2

»Bilder der Demo wurden nicht gesendet«

Gewalt als Vorwand: Anmelder der Blockupy-Proteste warnt vor neuen Angriffen auf Versammlungsrecht. Ein Gespräch mit Ulrich Wilken

Gitta Düperthal

Ulrich Wilken ist Landtagsabgeordneter der Fraktion Die Linke in Hessen und Mitorganisator der Blockupy-Proteste am 18.3. in Frankfurt am Main

 

Nach den Blockaden in der Nähe der Europäischen Zentralbank in Frankfurt am Main behauptet Polizeipräsident Gerhard Bereswill, es habe 4.000 Gewalttäter gegeben. Medien berichteten von Angriffen auf ein Flüchtlingswohnheim und von Nationalisten unter den Demonstranten. Was davon haben Sie registriert?

Am frühen Morgen des 18. März habe ich pure Gewalt und Zerstörungen gesehen, die mit politischem Protest nichts zu tun haben: Es geht aus meiner Sicht nicht, Menschen wahllos anzugreifen. Die Zahl des Polizeipräsidenten kann ich aber nicht bestätigen. Deutlich weniger haben so losgeschlagen. Insgesamt 4.000 Menschen hatten sich morgens bei der Blockade innerhalb unseres Aktionskonsenses bewegt, der eine Eskalation ausschloss. Die Behauptung, ein Flüchtlingswohnheim sei angegriffen worden, ist falsch: Scheiben am Kol...

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