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24.03.2015 / Feuilleton / Seite 11

Uhrmacher- und Götterblick

Auf die Zukunft gerichtete Haltung: Im Berliner Brecht-Haus wurde das Werk von Ronald M. Schernikau erörtert

Kai Köhler

Zu »lieben, was es nicht gibt« – das klingt nach einer ziemlich frustrierenden Angelegenheit. Eine von Helmut Peitsch und Helen Thein unter diesem Titel organisierte Tagung am 19./20. März im Berliner Brecht-Haus machte deutlich, wie prägnant das Zitat Ronald M. Schernikaus Werk umreißt. Doch trifft es eine ganz und gar nicht hoffnungslose Sache. Vielmehr kennzeichnen diese fünf Worte eine Haltung, die auf Zukunft gerichtet ist, und zwar in einer aktiven Weise. Lieben ist bei Schernikau ein Tun, das diese Zukunft herbeizuführen helfen soll.

Eine solche Haltung kann Energiequelle sein. In seinen nur 31 Lebensjahren hat Schernikau, neben kleineren Arbeiten, mit der »Kleinstadtnovelle«, den »tagen in l.« und vor allem »legende« drei Hauptwerke geschaffen; er war politisch in der DKP und (nach seinem Umzug nach Westberlin) in der SEW aktiv, er hat als erster Westdeutscher am Leipziger Literaturinstitut studiert und hat sich noch 1989 in die DDR einbürge...

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