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23.03.2015 / Thema / Seite 12

Gift und Gülle

Die Wasserqualität verschlechtert sich in vielen Regionen der BRD durch Industrie und Landwirtschaft. Die Politik entfernt sich vom Vorsorgeprinzip

Ben Mendelson

Am gestrigen Sonntag, dem 22. März, war der Weltwassertag. Seit 1993 bringt die UNO das Problem der ständig sich verschlechternden Trinkwasserqualität ins öffentliche Bewusstsein. jW fragte sich aus diesem Anlass: Wie sieht es denn mit der Wasserqualität in Deutschland aus? An die 100 Prozent des Trinkwasser haben eine gute Qualität, stellt das Bundesumweltamt fest. Unser Autor Ben Mendelson sprach mit Wasserschutzorganisationen, die das ganz anders sehen. (jW)

Den Anteil der Menschen ohne dauerhaften Zugang zu sauberem Trinkwasser bis 2015 um die Hälfte zu senken. Das erklärten die Vereinten Nationen im Jahr 2000 zum Millenniumsentwicklungsziel. Heute bekommen immer noch 750 Millionen Menschen kein hygienisch einwandfreies Trinkwasser. Rund zwei Millionen verdursten jährlich oder sterben, weil sie nur verschmutztes Wasser hatten.

Der Kampf um die vielerorts knappe Ressource hat zu Krisen in mehreren Ländern geführt, wie im Sudan oder aktuell in Brasilien...

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