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19.03.2015 / Ausland / Seite 2

»Das ist gegen die europäischen Werte«

Serie nationalistischer Aufläufe im Baltikum mit Waffen-SS-Marsch in Riga beendet. Proteste gab es kaum. Ein Gespräch mit Efraim Zuroff.

Frank Brendle

Efraim Zuroff ist Direktor des Jerusalemer Büros des Simon-Wiesenthal-Centers.

Rund 1.500 Menschen haben sich am Montag in Riga an einem Marsch zu Ehren der Waffen-SS beteiligt. Es war der vierte nationalistische Marsch in den Städten des Baltikums binnen vier Wochen. Für wie repräsentativ halten Sie diese Demonstrationen?

Rein zahlenmäßig war die Beteiligung nicht immer so hoch. Im litauischen Vilnius kamen am 11. März ebenfalls 1.500 zusammen, nachdem zuvor einige hundert in Kaunas demonstriert hatten. In der estnischen Hauptstadt Tallinn waren es vor einigen Wochen 200 Leute. Aber ich habe keinen Zweifel, dass viele im Baltikum die Ideen teilen, die auf diesen Märschen formuliert werden. Auf jeden, der dort mitmacht, dürften 1.000 kommen, die mit den Marschierern einverstanden sind.

In Riga habe ich beobachtet, dass viele Menschen, die sich nicht direkt am Marsch beteiligt haben, danach zum Denkmal gingen und dort Blumen für die SS-Soldaten niederleg...

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