14.03.2015 / Inland / Seite 4

»Man macht sich schuldig, wenn man schweigt«

Veranstaltung in Leipzig thematisiert Verbrechen gegen Gaza

Thomas Schwaab

Die Leipziger Buchmesse feiert mit ihrem diesjährigen Schwerpunkt »1965 bis 2015. Deutschland – Israel« die Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen den beiden Ländern. Verantwortlich für den diesjährigen Messeschwerpunkt zeichnet – sowohl inhaltlich, als auch finanziell – u. a. die Botschaft in Berlin gemeinsam mit dem Bertelsmann-Club.

Nur knapp sieben Monate nach Ende des letzten Gaza-Krieges soll auf diese Weise offenbar das angekratzte Image Israels aufpoliert werden. Nur wenige kritische Stimmen sind gegen die Einladung zu vernehmen. Doch gibt es Gegenbeispiele aus der jüngeren Vergangenheit. Nach der Bombardierung des Gazastreifens wurde Israel 2009 als Gastland zur Buchmesse nach Turin eingeladen. 20.000 Demonstranten protestierten damals dagegen. Auch heute wollen nicht alle die mehr als 2.200 Opfer des Krieges im Sommer letzten Jahres sowie die Tausenden obdachlosen und kriegstraumatisierten Menschen in Gaza vergessen: Para...

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