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13.03.2015 / Inland / Seite 8

»Kultusminister müssen manipulative Werbung in Schulen unterbinden«

Hauptsache, die Kasse klingelt: Die Lebensmittelindustrie tut so, als ob es ihr um vernünftige Ernährung ginge. Gespräch mit Oliver Huizinga

Ben Mendelson

Oliver Huizinga ist in der Verbraucherorganisation Foodwatch für Kampagnen zum Thema Ernährungsbildung zuständig.

 

Zur jüngsten Didacta-Bildungsmesse hat Foodwatch die Kultusminister aufgefordert, Schleichwerbung aus den Klassenzimmern zu verbannen. Worum geht es Ihnen konkret?

Im Moment drängen Lebensmittelunternehmen mit Schleichwerbung in die Schulen, unter dem Vorwand, es gehe ihnen darum, zu einer vernünftigen Ernährung beizutragen. Es geht dabei aber nicht um gesellschaftliches Engagement und Sorge um die Gesundheit von Schülerinnen und Schülern, sondern um Lobbying und Produktwerbung. Wir fordern deshalb, dass die Verbreitung von Materialien, die von Unternehmen und der Lebensmittellobby finanziert wurden, in Schulen verboten wird. Gleichzeitig sollte dafür gesorgt werden, dass den Lehrkräften unabhängig erstellte Informationen zur Verfügung gestellt werden.

Gibt es die bisher noch nicht?

In einigen Bundesländern wie Bayern, Baden-Württemberg oder...

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