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07.03.2015 / Inland / Seite 5

Allein auf Station

Ver.di deckt gravierenden Personalmangel bei Nachtdiensten in Kliniken auf. Patienten gefährdet

Johannes Supe

In der Nacht herrscht in deutschen Krankenhäusern die gefährlichste Personalnot. Das hat die Gewerkschaft ver.di mit einem großangelegten »Nachtdienstcheck« aufgezeigt. Von Donnerstag auf Freitag haben 700 haupt- und ehrenamtliche ver.di-Mitarbeiter 237 Kliniken hinsichtlich ihrer Besetzung unter die Lupe genommen – gegen Widerstände von Seiten der Betreiber. Die warfen der Gewerkschaft eine »unseriöse Nacht- und Nebelaktion« vor. Tatsächlich leidet eine Mehrheit der Häuser unter gravierenden Unterbesetzungen.

Auf 55,8 Prozent der von ver.di untersuchten Stationen muss sich eine Fachkraft alleine um die Patienten kümmern, lautet der zentrale Befund. Im Durchschnitt seien das 25 Kranke. In einzelnen Fällen traf die Gewerkschaft auf Stationen mit einem Verhältnis von Fachkräften zu Patienten von eins zu 34. »Es gibt keine verbindlichen Vorgaben, wie viele Fachkräfte man nachts auf einer Station braucht«, bemängelte verdi-Bundesvorstandsmitglied Silvia...

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