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23.10.2001 / Ausland / Seite 0

Mordauftrag aus Washington

US-Präsident: CIA soll bin Laden »eliminieren«. Staatsterrorismus auf der Tagesordnung

Rainer Rupp

Rund um die Welt scheinen alle Staaten fest entschlossen, den Terrorismus zu bekämpfen. Einmütig wurde nach den Terrorangriffen in den USA sogar in der UNO eine Resolution verabschiedet, die den Terrorismus aufs schärfste verurteilt. Allerdings konnte man sich dort nicht zu einer Definition durchringen, was »Terrorismus« ist. Wenn eine Regierung ohne Kriegserklärung Raketen gegen ein anderes Land startet, deren Sprengsätze dann (wie in Jugoslawien) die zivilen Besucher eines Marktplatzes zerfetzen oder die Mitarbeiter einer zivilen Fernsehstation an ihrem Arbeitsplatz töten, (wie durch US-Bomben in Belgrad), dann ist das noch offizieller Lesart kein Terrorismus.

Terrorismus sei schwer zu definieren, meinte ein amerikanischer Sicherheitsexperte kürzlich. »Aber wenn ich den konkreten Fall sehe, dann weiß ich, ob es Terrorismus ist oder nicht.« Deshalb dürfen weder die US-Bomben auf den Basar im afghanischen Kandahar noch die jüngsten Mordaufträge des US...

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