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04.03.2015 / Sport / Seite 16

Füchse prüfen Hühner

Seltsam, nicht? Im Profifußball gibt es sehr wenige Dopingkontrollen

Tom Mustroph

Im Fußball sind Dopingkontrollen eine Majestätsbeleidigung. Als Lionel Messi im Dezember zu einer Trainingskontrolle gebeten wurde, bediente er empört die Send-Taste seines Twitter-Accounts: »Dopingtag. Von den fünf Ausgewählten war ich der einzige, der Blut und Urin abzugeben hatte. Seltsam, nicht?« Seltsam, dass er sich wunderte: Am Tag zuvor hatte er drei Tore im katalanischen Derby gegen Espanyol erzielt und steuerte nun in Hochform aufs prestigeträchtige Duell mit Paris St. Germain in der Champions League zu.

In Sachen Kontrollmentalität scheinen die Fußballstars noch heute in den frühen 90er Jahren steckengeblieben. 1991 gab Fulvio Collovati, Weltmeister 1982 mit Italien, eine Urinprobe gemixt mit Orangensaft ab. Immerhin fand das Labor heraus, dass es sich um ein ungewöhnliches Flüssigkeitsgemisch handelte. Gängige Praxis im italienischen Profifußball der 90er Jahre war es, die Spieler durch die Mannschaftsärzte vorkontrollieren zu lassen. Erst dan...

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