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04.03.2015 / Ausland / Seite 2

»Schweiz hat relativ große Waffenindustrie«

Die Alpenrepublik exportiert Militärtechnik für anderthalb Milliarden Euro, unter anderem an die Bundesrepublik. Ein Gespräch mit Thomas Leibundgut

Johannes Supe

Thomas Leibundgut ist politischer Sekretär der pazifistischen »Gruppe für eine Schweiz ohne Armee« (GSoA)

Kleines Land mit großer Rüstungsproduktion: Einem kürzlich veröffentlichten Bericht des Staatssekretariats für Wirtschaft, SECO, zufolge, hat die Alpenrepublik im vergangenen Jahr Rüstungsgüter für 563 Millionen Franken exportiert. Gleichzeitig wies Ihre GSoA darauf hin, dass Militärtechnik für 1,4 Milliarden Franken ausgeführt wurde. Was stimmt nun?
Das SECO konstruiert hier einen künstlichen Unterschied zwischen »Kriegsmaterial« und »besonderen militärischen Gütern« – und zählt dann nur ersteres. Zum Kriegsmaterial gehören etwa Panzer und Raketen, während die besonderen Güter nicht direkt Waffen sind, aber dennoch militärisch eingesetzt werden. Beispielsweise Tarnnetze oder Software. Diese Ausfuhr hatte vergangenes Jahr einen Wert von über 887 Millionen Franken. Zählt man beides zusammen, kommt man auf Rüstungsexporte von 1,45 Milliarden Frank...

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