03.03.2015 / Inland / Seite 4

»Von den Behörden ist keine Aufklärung zu erwarten«

Von Berlin nach München: Angehörige fordern Antworten im Fall Burak Bektaş. Mahnwache am dritten Jahrestag der Tat

Markus Bernhardt

Die Berliner »Initiative für die Aufklärung des Mordes an Burak Bektaş« ruft für kommenden Donnerstag zu einer Mahnwache vor dem OLG München auf. Dort findet derzeit der Prozess gegen das NSU-Mitglied Beate Zschäpe und andere Unterstützer des neofaschistischen Terrornetzwerkes statt.

Bektaş, der zum Tatzeitpunkt erst 22 Jahre alt war, wurde in der Nacht vom 4. auf den 5. April 2012 in der Nähe des Krankenhauses Neukölln auf offener Straße ohne Anlass von einem Unbekannten erschossen. Zwei seiner Freunde, mit denen er damals unterwegs war, wurden bei dem damaligen Mordanschlag vom gleichen Täter angegriffen. Sie überlebten jedoch.

Bereits mehrfach hatten sowohl die »Initiative für die Aufklärung des Mordes an Burak Bektaş« als auch die Opferberatungsstelle »Reach Out« und andere antifaschistische Vereinigungen auf mögliche Verstrickungen von Neonazis in den Mord hingewiesen. So hatten die sogenannten Reichsbürger in der Vergangenheit Pamphle...

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