27.02.2015 / Ansichten / Seite 8

Füße auf dem Tisch

Netanjahu brüskiert US-Regierung

Knut Mellenthin

Die Medien melden eine schwere diplomatische Krise zwischen Washington und Jerusalem. Das geschieht schnell einmal. Wenn US-Präsident Barack Obama den israelischen Premier Benjamin Netanjahu lediglich ruhig und höflich darum bittet, die Füße von seinem Schreibtisch zu nehmen, gilt das bereits als außerordentlich scharfe Zurechtweisung. Die Welt ist daran einfach nicht gewöhnt. Das könnte sich ändern. Das Ende der privilegierten Beziehung der USA zu Israel braucht das noch lange nicht zu bedeuten. Nur etwas mehr Normalität.

Netanjahu wird am kommenden Dienstag vor einer Versammlung von beiden Häusern des US-Kongresses sprechen. Eingeladen hat ihn der Sprecher des Abgeordnetenhauses, John Boehner, schon vor fünf Wochen. Die Initiative war Medienberichten zufolge vom israelischen Botschafter in Washington ausgegangen. Entgegen den protokollarischen Gepflogenheiten war das Weiße Haus nicht einbezogen.

Boehners Einladung war die Ankündigung Obamas vorausgegang...

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