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24.02.2015 / Feuilleton / Seite 10

Wirtschaft als das Leben selbst. Das Momentum

Helmut Höge

Der Semiotiker Roland Barthes fragte sich einmal: »Ist die beste Subversion nicht die, Codes zu entstellen, statt sie zu zerstören?« Dazu zeigte die Berlinale den Film »The Yes Men Are Revolting« (siehe jW vom 13.2.). Vier an dem Film beteiligte Aktivisten waren auf dem Festival: Chandia Kodili aus Uganda, Gitz »Crazyboy« Deranger, ein Indianer aus Kanada, und die »Yes Men« Mike Bonanno und Andy Bichlbaum – zwei inzwischen etwas ergraute Kinder von Holocaust-Überlebenden, der eine schwul, der andere Familienvater mit drei Kindern.

Der Film zeigt, wie sich die Aktivisten als Sprecher großer Konzerne ausgeben. Zum Beispiel teilen sie der Weltpresse mit, dass der Chemiekonzern Union Carbide sich nun endlich bei den rund 500.000 Opfern der Werkshavarie im indischen Bhopal 1984 entschuldigt und diese entschädigt. Selbstverständlich dementieren die Konzerne jedesmal umgehend, aber die gefakte bzw. gehoaxte »Nachricht« hat da schon die Runde gemacht, zur b...

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