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24.02.2015 / Inland / Seite 4

»Impfpflicht kein Tabu«

Tod eines Kindes nach Maserninfektion und Epidemie in Berlin lösen politische Debatte aus

Vorerst bleibt die Masernimpfung freiwillig – trotz einer Krankheitswelle insbesondere in Berlin. Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) glaubt, die komplikationsträchtige Virusinfektion sei mittels Aufklärung in den Griff zu bekommen. Die bestehende Lücke bei der Prävention müsse durch eine gemeinsame Kraftanstrengung von Ärzten, Kitas, Schulen und aller anderen Verantwortlichen geschlossen werden, sagte Gröhe am Montag bei einem Besuch des Bernhard-Nocht-Instituts für Tropenmedizin in Hamburg. »Wenn das nicht gelingt, ist eine Impfpflicht kein Tabu, aber sie steht jetzt nicht an.«

Hintergrund der Debatte ist ein schwerer Ausbruch von Masern in Berlin, wo seit Oktober mehr als 570 Fälle gemeldet wurden. Am 18. Februar starb ein Kleinkind an der Krankheit, wie Gesundheitssenator Mario Czaja (CDU) am Montag mitteilte. Im Ortsteil Lichtenrade blieb eine Sekundarschule am Montag...

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