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17.10.2001 / Ausland / Seite 0

Im Osten viel Neues

Washingtons Feldzug gegen »das Böse« setzt südostasiatische Regierungen unter Druck. (Teil I)

Rainer Werning

Der US-amerikanisch-britische Krieg gegen Afghanistan wird regionalpolitisch auf Dauer mehr Probleme schüren, als der erklärtermaßen antiterroristische Feldzug zu lösen vorgibt. Nicht nur in Afghanistan ist jener böse Geist der Flasche entwichen, den Washington zur Zeit des Kalten Krieges selbst geformt hatte. Auch weiter östlich – in Südost- und Ostasien – wächst die Ablehnung gegen den Weltsheriff USA, der durch die ausgegebene Parole »dead or alive« nach eigenem Gutdünken Rache und Vergeltung übt, sich indes der Installierung eines internationalen Strafgerichtshofes seit 1998 widersetzt. Diese imperiale Selbstherrlichkeit stößt unter der Bevölkerung in der Region zunehmend auf Kritik – und die herrschenden Eliten in Legitimitätskrisen. »Wem der Antikommunismus am Herzen lag«, schrieb Ignacio Ramonet, Direktor von »Le Monde diplomatique«, in der Oktoberausgabe der Zeitschrift, »der wird auch am Antiislamismus seine Freude haben.« Wenn sich das nur nicht...

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