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11.02.2015 / Inland / Seite 2

»Armut ist mit Sicherheit das größte Problem«

Hamburg wählt am Sonntag eine neue Bürgerschaft. Linkspartei rückt soziale Themen in den Vordergrund. Ein Gespräch mit Dora Heyenn

Mirko Knoche

Dora Heyenn ist Vorsitzende der Linksfraktion in der Hamburgischen Bürgerschaft

In Hamburg wird am Sonntag gewählt – welche Sorgen der Bürger haben Sie im Wahlkampf am stärksten wahrgenommen?

Ich war vielfach an Infoständen, bei Verteilaktionen und bei Podiumsdiskussionen. Besonders bei den Sozialverbänden sind ältere Menschen, vorwiegend Frauen, auf mich zugekommen, die so wenig Rente bekommen, dass sie dreimal pro Woche Lebensmittel bei der Tafel abholen müssen. Die Armut in der Stadt ist mit Sicherheit das größte Problem. Das trifft auch Kinder und ihre Eltern. Die werden von der Regierung einfach vergessen. SPD-Bürgermeister Scholz hat in seinen Wahlbriefen und Erklärungen die Worte »arm« und »Armut« nicht ein Mal benutzt.

Welche Hilfe erwarten die Menschen?

Zunächst erwarten sie, dass sie, wenn sie ein Leben lang gearbeitet haben, von ihrer Rente auch leben können. SPD und CDU wollen im Bund das Rentenniveau auf 42 Prozent senken, dann werden d...

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