11.02.2015 / Antifa / Seite 15

Ein selbsternannter Kinderschützer

In Ingolstadt steht ein Neonazi wegen Mordes an einer Zwölfjährigen vor Gericht

Benjamin Dronten

Vor dem Landgericht Ingolstadt in Oberbayern hat am Montag der Prozess gegen den mutmaßlichen Mörder der zwölfjährigen Franziska aus Möckenlohe begonnen. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Mann außerdem vor, drei weitere Mädchen vergewaltigt oder sexuell bedrängt zu haben. Auf seiner Facebook-Seite präsentierte er sich als bekennender Neonazi mit eindeutigen Gewaltphantasien und selbsternannter Kinderschützer.

Das Bild, das Stefan B. (27) vor Gericht abgab, wirkte wie die klischeehafte Vorstellung von einem Gewalttäter. Ein großer, plump wirkender Mann in schwarzem Hoodie und langem Fusselbart am Kinn. Mit trotzigem Blick ließ er sich unter dem Geklicke der Fotografen in den Saal führen. Er starrte reglos auf den Staatsanwalt, als der die Anklage verlas. Zunächst ging es um die drei Missbrauchsfälle. Bis auf eine junge Frau sind die Opfer minderjährig. Eines der Mädchen kam am Ende wohl nur deshalb ohne körperliche Schäden davon, weil ein Spaziergänger am A...

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