06.02.2015 / Ausland / Seite 2

»Die USA ändern nicht die Ziele ihrer Politik«

Ein Dialog zwischen Kuba und den Vereinigten Staaten kann nur gelingen, wenn er auf Augenhöhe geführt wird. Gespräch mit Gladys E. Ayllón Oliva

Volker Hermsdorf

Gladys E. Ayllón Oliva ist Leiterin der Europa-Abteilung des Kubanischen Instituts für Völkerfreundschaft (ICAP).

Die Rückkehr der letzten drei Cuban-Five-Mitglieder und das Eingeständnis Barack Obamas, dass die bisherige Kuba-Politik der USA gescheitert ist, sind ein Erfolg Ihres Landes, aber auch der internationalen Bewegung. Hat die Solidarität mit Kuba nun ausgedient?

Ganz im Gegenteil, jetzt beginnt ein wichtiger, aber schwieriger Abschnitt in der Verteidigung unseres sozialistischen Gesellschaftsmodells. In den letzten Tagen haben mir viele Freunde hier in Deutschland gesagt, dass Kubas Beispiel gerade jetzt, wo sich die Krise des Kapitalismus in Europa zuspitzt, wichtig ist. Unsere Revolution beweist seit 55 Jahren, dass eine Gesellschaft ohne Massenarbeitslosigkeit, Kinderarmut und Krieg möglich ist. Um dies erhalten zu können, müssen wir unsere Ökonomie stärken. Deshalb ist der Wunsch der USA zur Aufnahme diplomatischer Beziehungen nicht nur ein ...

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