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05.02.2015 / Thema / Seite 12

Schadenskalkulation

Geoökonomie und Geopolitik (Teil I). Nach anfänglich deutlicher Kritik an der jüngsten deutschen Russlandpolitik der BRD fügten sich deutsche Unternehmen und ihnen nahestehende Medien letztlich. Mit den USA wollte es sich niemand verscherzen

Sönke Hundt

Die Schäden, die vielen deutschen und europäischen Unternehmen im Zuge der Ukraine-Krise entstanden, sind beträchtlich. Betroffen sind nicht nur die mit einem traditionell starken Geschäftsinteresse an Russland und der Ukraine (also die Branchen Stahl, Maschinen-, Anlagen- und Fahrzeugbau und Energie), sondern auch die Konsumgüterindustrie, der Handel, die Logistik sowie Finanzinstitute und Serviceunternehmen der verschiedensten Art. Die entsprechenden Verbände, vor allem der Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft beim BDI und der Deutsche Industrie- und Handelstag (DIHT) haben wiederholt und eindringlich vor den unübersehbaren Folgewirkungen einer verschärften Sanktionspolitik gewarnt. Die Wirtschaftswoche vom 13. August 2014 beklagte, 6.300 deutsche Unternehmen seien direkt betroffen. Sie hätten in Russland und in der Ukraine mehr als 23 Milliarden Euro investiert. Mit 250.000 Mitarbeitern würden sie dort 80 Milliarden Umsatz machen. Es gehe dabei ni...

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