Gegründet 1947 Freitag, 29. Mai 2020, Nr. 124
Die junge Welt wird von 2295 GenossInnen herausgegeben
04.02.2015 / Titel / Seite 1

CSU sieht schwarz

Mindestlohn schafft Schwarzarbeit, behaupten Wirtschaftsforscher ins Blaue hinein. Finanzminister will Zollkontrollen aussetzen und gespartes Geld in Terrorabwehr stecken

Ralf Wurzbacher

Schlimm, schlimmer, Mindestlohn. Eine verbindliche Lohnuntergrenze ist schlecht, behaupten Lobbyisten: schlecht für die deutsche Wirtschaft, schlecht für Arbeitslose und schlecht für Beschäftigte – einfach für alle. Es vergeht kaum ein Tag, an dem keine Attacke gegen die nicht einmal fünf Wochen alte Neuregelung geritten wird. Mal sind es Handwerksgesellen auf der Walz, mal die Pfälzerwald-Hütten, mal der deutsche Vereinsfußball. Allen droht das Ende, die Pleite, die Vernichtung. Und die Regierung zeigt sich jedes Mal besorgt, verspricht Abhilfe und zerbröselt weiter eifrig das Gesetzeswerk, das sie vor Jahresfrist noch als arbeits- und sozialpolitischen »Meilenstein« gefeiert hatte.

Am Dienstag setzte das Tübinger Institut für Angewandte Wirtschaftsforschung (IAW) in die Welt, ein Stundensatz von 8,50 Euro schaffe Anreize für illegale Beschäftigung. Die Mainstreammedien griffen die Botschaft gierig auf und machten daraus: »Schattenwirtschaft boomt:...

Artikel-Länge: 3961 Zeichen

Dieser Beitrag gesperrt und nur für Onlineabonnenten lesbar. Die Tageszeitung junge Welt finanziert sich vor allem aus den Aboeinnahmen. Bitte tragen auch Sie mit einem Onlineabo dazu bei, das Erscheinen der jungen Welt und ihre Unabhängigkeit zu sichern.

Bitte einloggen
Hilfe bei Einlog-Problemen

Abo abschließen

Gedruckt

Printabo

Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

41,80 Euro/Monat Soli: 52,80 €, ermäßigt: 29,80 €

Online

Onlineabo

24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

19,80 Euro/Monat Soli: 25,80 €, ermäßigt: 12,80 €

Verschenken

Geschenkabo

Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

41,80 Euro/Monat Soli: 52,80 €, ermäßigt: 29,80 €