Gegründet 1947 Freitag, 22. Februar 2019, Nr. 45
Die junge Welt wird von 2161 GenossInnen herausgegeben
03.02.2015 / Betrieb & Gewerkschaft / Seite 15

Bloß keine Konfrontation

Schweizer Gewerkschaft Unia fordert »neuen Pakt« mit Unternehmern. Die wollen die Krise des »starken Franken« abwälzen.

Johannes Supe

Seit die Schweizerische Nationalbank (SNB) am 15. Januar den Mindestkurs des Franken gegenüber dem Euro aufgehoben hat, gibt es in der Alpenrepublik kein Halten mehr: Arbeitszeitverlängerungen, Urlaubs- und Lohnkürzungen sollen die Verluste der Unternehmer auf die Arbeitenden abwälzen. Betroffen ist neben der Tourismusbranche gerade die exportorientierte Industrie der Schweiz. Nun verlangt die größte Gewerkschaft des Landes, Unia, eine »neue Sozialpartnerschaft«.

Nur wenige Tage nach dem SNB-Entscheid trat der Direktor des Arbeitgeberverbandes, Roland A. Müller, an die Öffentlichkeit. Seine Botschaft war erwartbar: Mehr »Spielraum für Maßnahmen wie Arbeitszeitverlängerungen oder Lohnsenkungen«. Denn durch den teurer werdenden Franken hatten sich die Preise der exportierenden Industrie für Käufer im Ausland drastisch erhöht. Was Müller forderte, wurde beherzt in die Tat umgesetzt. Das Schweizerische Radio und Fernsehen berichtete von »Wildwestmethoden« der...

Artikel-Länge: 4522 Zeichen

Sie benötigen ein Online-Abo • jetzt bestellen
Bitte einloggen
Hilfe bei Einlog-Problemen

Abo abschließen

Gedruckt

Printabo

Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

39,60 Euro/Monat Soli: 49,60 €, ermäßigt: 28,60 €

Online

Onlineabo

24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

18,60 Euro/Monat Soli: 23,60 €, ermäßigt: 11,60 €

Verschenken

Geschenkabo

Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

39,60 Euro/Monat Soli: 49,60 €, ermäßigt: 28,60 €