Der Schwarze Kanal
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29.01.2015 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Zocker zur Kasse

EU-Finanzminister einigen sich auf Eckpunkte für Finanztransaktionssteuer. Abgabe auch auf Derivatehandel. Experten sehen »Durchbruch«

Ralf Wurzbacher

Nix da mit »Rien ne va plus«. In punkto Finanztransaktionssteuer bewegt sich wieder etwas. Nach monatelangem Stillstand nährt ein gemeinsamer Vorstoß von Österreich und Portugal die Hoffnung, dass es doch noch etwas wird mit der schönen Idee, den Staat beim Finanzroulette an den Tisch zu kriegen. Wie es heißt, einigten sich am Dienstag nachmittag die zuständigen Minister von elf EU-Ländern bei ihrem Treffen in Brüssel auf Eckdaten zur Einführung des bei Kapitallobbyisten verhassten Instruments. Die Überraschung: Die vorgeschlagene Bemessungsgrundlage ist breit angelegt und umfasst neben dem Handel mit Aktien, Anleihen und Devisen auch den mit Derivaten. Anhänger des Projekts halten dies für den langersehnten »Durchbruch« in der zuletzt festgefahrenen Diskussion.

Sven Giegold, Mitbegründer des globalisierungskritischen Netzwerks ATTAC, äußerte sich erfreut ob der unerwarteten Entwicklung. »Das ist eine gute Nachricht für Europas Bürger, die für die Finanze...

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