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27.01.2015 / Betrieb & Gewerkschaft / Seite 15

Gefährlicher Sozialdemokrat

Einst dessen Cheftheoretiker, wurde Viktor Agartz 1958 aus dem DGB ausgeschlossen

Elmar Wigand

In der Lebensgeschichte des westdeutschen Gewerkschafters und sozialistischen Wirtschaftstheoretikers Viktor Agartz (1897–1964) spiegeln sich die zerschlagenen Hoffnungen und verpassten Möglichkeiten der Nachkriegsjahre. Am 17. Januar erinnerte eine Konferenz in Bochum an diesen prägenden sozialdemokratischen Wirtschaftslenker der britisch-amerikanischen Besatzungszone, der mit der Konsolidierung der Bundesrepublik als rein privatwirtschaftlicher Marktwirtschaft alsbald ausgestoßen und verfemt wurde. Dass Agartz’ wirtschaftsdemokratische Ideen (siehe auch jW vom 9. Dezember 2014) heute wieder fruchtbaren Boden finden könnten, lässt die Zahl von rund 80 interessierten Gästen vermuten, die sein Biograph Christoph Jünke ins Haus der Geschichte des Ruhrgebiets locken konnte. Darunter NRW-Arbeitsminister Guntram Schneider.

Agartz hielt 1946 die Grundsatzrede auf dem ersten Parteitag der SPD nach dem Zweiten Weltkrieg und wurde von General Brian Rob...

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