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22.01.2015 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Ein Fünf-Prozent-Offenbarungseid

Patriarchat: In BRD-Unternehmen bleiben weibliche Vorstandsmitglieder winzige Minderheit

Schwadronieren bringt nichts: Trotz intensiver öffentlicher Debatten über mehr Frauen in Führungspositionen bleibt deren Anteil in den Spitzengremien der Wirtschaft winzig. Ende vergangenen Jahres lag er in den Vorständen der 200 größten Unternehmen bei gut fünf Prozent, wie aus einer am Mittwoch in Berlin vorgestellten Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) hervorgeht. Dies entspreche 47 von insgesamt 877 Vorstandssitzen, eine »Verbesserung« gegenüber dem Vorjahr von einem Prozentpunkt. Bei einer Betrachtung der 100 größten Unternehmen ist der Frauenanteil in den Chefetagen sogar von knapp fünf auf gut vier Prozent gesunken.

Auch wenn es abgedroschen klingt: Das Patriarchat scheint sich im entscheidenden Bereich des gesellschaftlichen Lebens stets selbst zu reproduzieren. In den Vorständen habe sich praktisch nichts getan, erklärte dann auch DIW-Forschungsdirektorin Elke Holst. »Sie bleiben männliche Monokulturen, trotz der Selbstv...

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