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22.01.2015 / Feuilleton / Seite 10

Jenseits der Norm

Olga Grjasnowa hat einen spannenden und ungewöhnlichen Beziehungsroman vorgelegt

Kristina Petzold

Dieses Buch ist einfach ein wirklich guter Berlin-Roman. Und zwar deshalb, weil es aus der Stadt ausbricht.

Berlin fungiert in »Die juristische Unschärfe einer Ehe« als Nährboden, als Requisite und als Sprungbrett. Nur nicht als Begrenzung. Die Autorin Olga Grjasnowa wuchs als Tochter einer jüdisch-russischen Familie aus Baku (Aserbaidschan) in Deutschland auf. Wie schon bei ihrem Debütroman »Der Russe ist einer, der Birken liebt« lässt sie ihre Biographie in rauhen Mengen in ihren Text einfließen.

Die Protagonistin Leyla ist Ballerina aus Aserbaidschan, die auch schon auf der Bühne des russischen Bolschoi-Theaters stand. In Berlin erobert sie im Sturm und ohne viele Worte das Herz von Jonoun, einer amerikanischen Jüdin, die nach einem abgebrochenen Kunststudium ihr Glück zeitweise als Barfrau in der hippen Hauptstadt versucht. Die fragile Beziehung, die sich zwischen den beiden entwickelt, wird von Leylas Ehemann Altay argwöhnisch geduldet.

Auch die Ehe ...

Artikel-Länge: 3513 Zeichen

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