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22.01.2015 / Feuilleton / Seite 10

Literarische Schockästhetik

Isaak Babels Erzählungen liegen nun in einer Gesamtausgabe vor

Werner Jung

Erstmals liegt nun eine deutsche Gesamtausgabe des ersten jüdisch-russischen Schriftstellers Isaak Babel (1894–1940) vor. Und zwar eine, die in neuen Übersetzungen eine unverstümmelte Version aller (mit Ausnahme der journalistischen) Texte bietet. Bekannt und international geschätzt waren zu Lebzeiten bereits und sind auch heute noch die beiden Erzählbände »Geschichten aus Odessa« und »Die Reiterarmee«. Hinzu gekommen sind für die vorliegende Edition die verstreut publizierten Erzählungen sowie eine Auswahl von Manuskripten und Fragmenten. Dabei markieren vor allem die Geschichten der beiden bedeutenden Sammlungen die Spannbreite von Babels Schaffen. Er sucht einerseits nach Spuren der jüdischen Kultur und Tradition in seiner Heimatstadt Odessa und beleuchtet dabei auch das kriminelle Milieu. Andererseits enthält sein Werk messerscharfe Beobachtungen aus dem polnisch-sowjetischen Krieg von 1920, an dem Babel auf sowjetischer Seite als Kriegsberichte...

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