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21.01.2015 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Alptraum für Hauskäufer

Entkopplung des Franken vom Euro verteuert in vielen Staaten »Fremdwährungskredite«. Kroatien will gegensteuern. Ratlosigkeit in Serbien und Rumänien

Roland Zschächner

Wenn im Züricher Sitz der Schweizer Nationalbank (SNB) Entscheidungen fallen, sind die Auswirkungen bis auf dem Balkan zu spüren. Der Beschluss der Zentralbanker am vergangenen Donnerstag, die Kopplung des Franken an den Euro aufzuheben, lässt die Angst vor einer massenhaften Verarmung in den Ländern der europäischen Peripherie wachsen.

Die Situation ist in den meisten ost- und südosteuropäischen Staaten ähnlich: Viele Menschen haben Kredite aufgenommen, die nicht in der Landeswährung sondern in ausländischen Devisen wie Euro, US-Dollar oder Schweizer Franken ausgegeben wurden. Auch weil größere Kredite oft gar nicht in der eigenen Währung zu bekommen oder die dafür anfallenden Zinsen viel zu hoch sind. Der Franken galt dagegen als billige und stabile Alternative. Vermeintliche Vorteile, die seit dem vergangenen Donnerstag nicht mehr bestehen.

Finanziert wurden mit solchen Darlehen vor allem Wohnungen und Häuser. So wurden 92 Prozent der Franken-Kredite i...

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