20.01.2015 / Ausland / Seite 7

Kanton Sengal gebildet

Jesiden organisieren sich. Kämpfe zwischen kurdischen Einheiten und Regierungstruppen in Nordsyrien

Nick Brauns

Die Verteidiger der syrischen Stadt Ain Al-Arab (Kobani) konnten in der Nacht zum Montag einen strategischen Erfolg im Kampf gegen die Milizen des »Islamischen Staates« (IS) verbuchen. Es gelang ihnen, die Anhöhe Mistenur am Rande der Stadt zurückzuerobern, von der aus der Ort immer wieder unter Beschuss genommen wurde. Der Kampf um Kobani dauert seit mittlerweile vier Monaten an. Die kurdischen Volksverteidigungseinheiten YPG kontrollieren inzwischen wieder rund 80 Prozent des Stadtgebietes.

Auch im jesidischen Siedlungsgebiet Sengal im Nordirak gehen die Kämpfe kurdischer Guerillaeinheiten gegen den IS weiter. Am Wochenende ließen die Dschihadisten überraschend 200 seit Monaten verschleppte Jesiden frei. Offenbar hatten die Geiseln, bei denen es sich um alte und kranke Menschen gehandelt haben soll, die Bewegungsfreiheit der Entführer zu sehr behindert. Doch Hunderte weitere Jesiden – darunter viele Frauen –, bleiben in der Gefangenschaft de...

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