Gegründet 1947 Mittwoch, 19. Juni 2019, Nr. 139
Die junge Welt wird von 2198 GenossInnen herausgegeben
17.01.2015 / Inland / Seite 2

»Großmann hat bestellt – Bouffier hat geliefert!«

Ein Brief beweist: Hessen lieferte dem Atomkonzern RWE den Anlass für eine Millionenklage. Ein Gespräch mit Janine Wissler

Gitta Düperthal

Janine Wissler ist Vorsitzende der Fraktion Die Linke im Hessischen Landtag und Obfrau im Untersuchungsausschusses zur rechtsfehlerhaften Abschaltverfügung des AKW Biblis

 

Ein Brief des hessischen Ministerpräsidenten Volker Bouffier (CDU) an die Atomwirtschaft soll der dazu verholfen haben, nun eine Klage von 880 Millionen gegen Bund und Länder erheben zu können. Es kommt noch toller: Der Brief soll vom Energiekonzern RWE zuvor bestellt worden sein. Wie das?

RWE brauchte ein Dokument, das einen handfesten Grund bietet, den Atomreaktor in Biblis nach den drei Monaten, die die Bundesregierung mit ihrem Moratorium nach dem Fukushima-Unglück verordnet hatte, nicht wieder hochzufahren: Der Konzern wollte auf dieser Grundlage gegen das Land Hessen klagen können. Der ehemalige RWE-Vorstandsvorsitzende Jürgen Großmann hatte zuvor an Bouffier geschrieben: »Herr Minister Pofalla sagte mir zu, mir (...) einen schriftlichen Bescheid zu geben, dass Sie ein evtl. Anfa...

Artikel-Länge: 4203 Zeichen

Sie benötigen ein Online-Abo • jetzt bestellen
Bitte einloggen
Hilfe bei Einlog-Problemen

Abo abschließen

Gedruckt

Printabo

Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

41,80 Euro/Monat Soli: 52,80 €, ermäßigt: 29,80 €

Online

Onlineabo

24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

19,80 Euro/Monat Soli: 25,80 €, ermäßigt: 12,80 €

Verschenken

Geschenkabo

Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

41,80 Euro/Monat Soli: 52,80 €, ermäßigt: 29,80 €