Der Schwarze Kanal
Gegründet 1947 Montag, 19. August 2019, Nr. 191
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17.01.2015 / Wochenendbeilage / Seite 1 (Beilage)

»Gattenmord ... mir wär's zu langweilig«

Ein Gespräch mit Wolfgang Schorlau. Über das Verhältnis von Fiktion und Realität in seinen Kriminalromanen, investigative Recherche und die Grenzen staatlicher Transparenz

Ben Mendelson

Macht es Spaß, Ihre Protagonisten »an den Säulen der Gesellschaft« sägen zu lassen, wie die Neue Ruhrzeitung einmal schrieb?

Ich bin mir nicht sicher, ob Schriftsteller heutzutage über so große Sägeblätter verfügen, dass sie das könnten. Literatur sollte jedoch niemals zahnlos sein, und ich hoffe, dass meine Dengler-Romane zumindest so eine Art Laubsäge sind, wer weiß, manchmal vielleicht sogar eine Kreissäge.

»In diesem Buch ist verdammt wenig erfunden«, steht im Nachwort des dritten Dengler-Krimis, in dem es um weltweite Wasserprivatisierungen geht. Damit sind Ihre Krimis gut beschrieben: Sie betten recherchierte Fakten in eine fiktive Erzählung ein. Wieso machen Sie aus Ihren Recherchen keine realen Reportagen oder Dokumentationen?

Ich bin fiktiver Erzähler – und zwar mit Herz, Hirn und Seele. In den Dengler-Romanen versuche ich, das Verhältnis von Fiktion und Realität auf das Maximum dessen zu dehnen, das ich mir vorstellen kann. Wenn dies gelin...

Artikel-Länge: 16219 Zeichen

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