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16.01.2015 / Ausland / Seite 7

Zensur verfügt

Veröffentlichte Dokumente beweisen türkische Waffenlieferungen an Al-Qaida. Gericht erlässt Mediensperre

Nick Brauns

Nachdem ein Whistleblower Dokumente über mögliche Waffenlieferungen des türkischen Geheimdienstes an dschihadistische Gruppen in Syrien ins Internet gestellt hat, drohen türkische Behörden mit einer Sperre von Seiten wie Facebook und Twitter. In der Nacht zum Dienstag waren von einem anonymen Twitter-Nutzer, der sich »LazepeM« nennt, Unterlagen veröffentlicht worden. Diese sollen vom Generalstab der türkischen Streitkräfte stammen.

Die Dokumente befassten sich mit der Untersuchung von drei mit Waffen und Ausrüstung beladenen Lastwagen, die die Militärpolizei am 19. Januar 2014 in der südostanatolischen Provinz Adana gestoppt hatte. Damals stellte sich heraus, dass die Lkw vom türkischen Geheimdienst MIT betrieben wurden. Der Gouverneur der Provinz, Hüseyin Avni Coş, untersagte die von einem Staatsanwalt angeordnete Durchsuchung der Fahrzeuge mit der Begründung, diese führen auf direkten Befehl des damaligen Ministerpräsidenten und jetzigen Staatspräs...

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