15.01.2015 / Ansichten / Seite 8

Nationale Grundstimmung

Mord an Asylbewerber in Dresden

Arnold Schölzel

Wenn die blutüberströmte Leiche eines Afrikaners in Dresden gefunden wird, schreibt die Polizei in einer Pressemitteilung von »bislang keinen Anhaltspunkten auf Fremdeinwirkung«. Erst auf Nachfrage, wie ein 20jähriger plötzlich blutend umfallen könne, antwortet der Polizeipräsident, die Mordkommission ermittele. Die dritte Stufe der Polizei»arbeit« wird fast zwei Tage nach der Tat erreicht. Da erklärt der Präsident, es handele sich um ein vorsätzliches Tötungsverbrechen.

So geht es zu bei Ämtern in Dresden, in der Landeshauptstadt des »Sachsensumpfs«. So fix sie dort sind beim Klauen von Hunderttausenden Handydaten, wenn es um Protest gegen Neonaziaufmärsche geht, so akribisch sie dort sind, wenn sie in den Strafverfahren gegen Antifaschisten Beweismaterial unterdrücken, manipulieren oder vernichten, soviel Geduld und Rachsucht sie dort haben, wenn sie z. B. einen demonstrierenden Bodo Ramelow jahrelang verfolgen, so lahm, unfähig und Ermittlungen sabotie...

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