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15.01.2015 / Schwerpunkt / Seite 3

Streit mit dem Rücken an der Wand

Die Volksrepubliken Donezk und Lugansk stecken in einer schweren Krise

Reinhard Lauterbach

Zwei Monate nach den international nicht anerkannten Wahlen stecken die Volksrepubliken Donezk und Lugansk in einer schweren Krise. Sie hat mehrere Dimensionen: wirtschaftliche, soziale, militärische und politische. Zur wirtschaftlichen Krise trägt die Kombination dreier Faktoren bei: Kriegszerstörungen, einseitige Struktur der Wirtschaft und die Finanzblockade. Indem Kiew seit November die Aufstandsgebiete von den Finanzströmen der ukrainischen Volkswirtschaft abschneidet – Banken wurden geschlossen, Geldautomaten stillgelegt, Lohn- und Rentenzahlungen gestoppt –, verstärkt es die Handicaps, die die einseitig auf die Schwerindustrie fokussierte Wirtschaftsstruktur des Donbass ohnehin mit sich bringt. Da die ukrainische Regierung ihren Unternehmen offiziell verboten hat, Kohle aus diesem Gebiet zu beziehen, sind die dortigen Betriebe auf Schwarzhandel angewiesen und verlieren dadurch ...

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