10.01.2015 / Ansichten / Seite 8

Versöhnungsboykotteure

Riga auf Konfrontationskurs

Reinhard Lauterbach

Als vor zehn Jahren Russland den 60. Jahrestag des Sieges im Großen Vaterländischen Krieg feierte, fehlten drei Staatsoberhäupter auf der Ehrentribüne in Moskau: Die Präsidenten Estlands, Litauens und Georgiens hatten die Einladung ausgeschlagen. Der damalige Bundeskanzler Gerhard Schröder feierte mit Wladimir Putin unterdessen die Versöhnung zwischen dem deutschen und dem russischen Volk als epochales Ereignis. Lang ist es her und soll vergessen werden.

Zehn Jahre später haben Estland und Litauen schon abgesagt, bevor sie eingeladen wurden. Lettland hat turnusmäßig die EU-Präsidentschaft inne. Das macht vergleichbare Demonstrationen für die Regierung in Riga schwieriger. Sagt sie auch im eigenen Namen ab, disqualifiziert sie ihre repräsentative Funktion innerhalb der EU. Die erlaubt – in Grenzen – eine Agendasetzung. Deshalb will Lettland gleich die große Lösung anstreben: EU-Europa solle, so Außenminister Edgars Rinkevics unlängst...

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