09.01.2015 / Ansichten / Seite 8

Barbarenstabilität

Das Attentat in Paris und der Westen

Arnold Schölzel

Die beiden Massenmörder, die unter Jubelrufen über einen Gott und dessen Größe in Paris am Mittwoch zwölf Menschen umbrachten, setzten den Zivilisationsbruch fort, den Kriminelle ihrer Art an vielen Orten der Welt täglich zelebrieren. Es sind Barbaren.

Bemerkenswert erscheint, dass die Blutsäufer sich für ihre Tat eine kritische linke Zeitschrift aussuchten, nicht gesellschaftliche oder staatliche Symbole. Sie ließen einen Staat in Ruhe, der die Barbarei der westlichen Weltordnung permanent demonstriert. Der Krieg gegen Libyen 2011, den der damalige Präsident Nicolas Sarkozy vom Zaun brach, kostete Zehntausenden Moslems das Leben. Anlass für die Attacke mit Unterstützung von USA und NATO war mit hoher Wahrscheinlichkeit die Tatsache, dass Libyens Staatsführer Muammar Al-Ghaddafi Sarkozy mit einer Spende von 50 Millionen Euro die Wahl zum Präsidenten gesichert hatte. Eine der ersten Amtshandlungen des Sarkozy-Nachfolgers François Hollande waren die Feldzüg...

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