08.01.2015 / Inland / Seite 4

Agentur für Meinungsforschung

Nur wissen, was läuft: Bundesbehörde hält Ausforschen von Erwerbslosen für rechtskonform. Persönliche Daten würden nicht erhoben

Susan Bonath

Was Erwerbslose im Internet über sich und die für sie zuständigen Ämter preisgeben, interessiert die Bundesagentur für Arbeit (BA) so sehr, dass sie derzeit Software zum Beobachten sozialer Netzwerke ordert und Mitarbeiter in der Anwendung des Programms schulen lassen will. Darüber berichtete junge Welt am Dienstag unter dem Titel »Nürnberger Spionageamt«. Auch Auszüge aus einer Stellungnahme der BA fanden in dem Artikel Platz. Dennoch fühlt sich die Behörde nicht genügend gewürdigt, wie Sprecherin Frauke Wille am Dienstag kritisierte. Ihre Auffassung: Die Schlussfolgerungen im Text seien falsch.

Wie berichtet, sucht die Nürnberger Behörde, die Arbeitsplätze vermitteln soll, auf der Vergabeplattform des Bundes eine Firma, die ihr ein »Social Media Monitoring Tool« über zwei Jahre zur Verfügung stellt, dieses wartet und Mitarbeiter im Umgang damit schult. Dabei handelt es sich um Software zum gezielten Durchsuchen und Auswerten von Einträgen in Onlineforen...

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