06.01.2015 / Ausland / Seite 6

Das Jahr der Eskalation

Jahresrückblick 2014. Heute: Russland und der Westen 2014. Ukraine-Krise gefährdet die Interessen Moskaus

Reinhard Lauterbach

Es gibt eine Aussage über das Verhältnis zwischen Russland und dem sogenannten Westen, die unabhängig vom eingenommenen politischen Standpunkt unstrittig sein dürfte: 2014 war ein Jahr, in dem sich die Beziehungen zwischen Russland und den imperialistischen Zentren in Washington und Westeuropa dramatisch verschlechtert haben. Die im Westen gepflegte Darstellung besagt, Moskau sei an dieser Verschlechterung schuld, weil es mit der Übernahme der vormals ukrainischen Krim die »Nachkriegsordnung in Europa« umgestoßen und die territoriale Integrität der Ukraine verletzt habe. Moskau verfolge, so fasste es im November auf dem G20-Gipfel in Brisbane die Bundeskanzlerin zusammen, »eine Politik der Einflusssphären im Stil des 20. Jahrhunderts« und verweigere seinen Nachbarn das Recht der »freien Bündniswahl«. Was ist von diesen Vorwürfen zu halten?

Die Übernahme der Krim als Verletzung der »Nachkriegsordnung« zu brandmarken, wie es im März die litauische Präsident...

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