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29.12.2014 / Ausland / Seite 2

»Die Kurden kämpfen für emanzipative und soziale Ziele«

In den kurdischen Gebieten in Nordsyrien mangelt es an allem, auch an Medizin und ärztlicher Versorgung

Interview: Gitta Düperthal

Michael Wilk ist Arzt in Wiesbaden. Er hat bis letzte Woche im kurdischen Kanton Cizire in Nordsyrien zur Gesundheitsversorgung recherchiert. Unterwegs war er im Auftrag des Berliner Vereins PHNX, der Projekte für Notfall- und humanitäre Hilfe in Krisengebieten organisiert.

Sie waren im kurdischen Kanton Cizire in Nordsyrien unterwegs, nahe dem vom IS angegriffenen Kobani gelegen, um als Arzt die Situation zu recherchieren. Wie ist die aktuelle Lage in diesem autonomen Kurdengebiet?

An den Grenzen von Cizire gibt es immer wieder Gefechte, Gotteskrieger des selbsternannten »Islamischen Staats« (IS) greifen auch dort an. In Cizire leben etwa zwei Millionen Menschen. Der Kanton im Norden Syriens grenzt an die Türkei. Deren Grenze ist weitgehend geschlossen, mit meterhohen Verhauen aus NATO-Stacheldraht versehen. Sie ist schwer bewacht, Panzer stehen an Übergängen. Wenn Menschen sie überqueren wollen, schießen Grenzsoldaten. Vom Westen und Süden her agiert de...

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