Der Schwarze Kanal
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22.12.2014 / Inland / Seite 5

Versalzene Flüsse

Heftige Kritik am Entsorgungsdeal zwischen Hessen und Kali-Konzern K+S. Unternehmen verhängt juristischen Maulkorb.

Reimar Paul

Ein Abkommen zwischen dem in Kassel ansässigen Düngemittelkonzern K+S und der hessischen Landesregierung zur Reduzierung der Salzbelastung der Werra stößt bei Umweltschützern, Anrainern und der Linken, aber auch bei Teilen von SPD und Grünen auf scharfe Kritik. Der Plan, den K+S-Chef Norbert Steiner und Hessens Umweltministerin Priska Hinz (Grüne) kürzlich vorstellten, sieht im Kern den Bau einer Pipeline vor, durch die ab 2021 Abwässer aus dem nordhessischen Kalibergbau in die Oberweser gepumpt werden sollen. Die Weser entsteht im südniedersächsischen Hann. Münden durch den Zusammenfluss von Werra und Fulda. Sechs Jahre lang darf das Unternehmen also weiter salzige Abwässer in den Boden pumpen.

Zusätzlich muss K+S eine Reinigungsanlage errichten. Erst bis 2075 soll die Salzeinleitung in Werra und Weser vollständig beendet werden. Der zuvor erwogene Bau einer Pipeline bis zur Nordsee hatte sich als technisch nicht praktikabel erwiesen. Hinz hält das alles...

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