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20.12.2014 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Üppige Geschenke

Zu Lust und Risiken des Kapitalverkehrs

Lucas Zeise

Gibt es bei der Erbschaftssteuer einen »verfassungswidrigen Begünstigungsüberhang«? Diese Frage stellte der Bundesgerichtshof dem Verfassungsgericht. Und dieses bejahte die so elegant gestellte Erkundigung. Niemand war überrascht, und nach dem Urteil lautete die veröffentlichte Meinung, es sei fast ein wenig ungerecht, dass nach heute geltendem Recht praktisch jedes Unternehmen die Erbfolge so gestalten könne, dass keine Steuer anfällt. Die um das Wohl der Begüterten stets besorgte Frankfurter Allgemeine Zeitung fuhr am Tag nach der Urteilsverkündung zwei Leitartikel zum Thema auf mit den Überschriften »Denksportaufgabe Erbschaftssteuer« und »Eine Steuer nur für Dumme«. Es kommt selten vor, dass die Reichen und Superreichen, ihre Juristen und Journalisten sich von der Steuer zu üppig beschenkt fühlen. Hier ist es eindeutig der Fall.

Im einzelnen stellte sich der inkriminierte Begünstigungsüberhang durch eine Reform der Erbschaftssteuer aus dem ...

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