Gegründet 1947 Freitag, 20. September 2019, Nr. 219
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20.12.2014 / Wochenendbeilage / Seite 3 (Beilage)

Im Belagerungszustand

Die Friedensaktivistin und Frauenrechtlerin über den Verfall der deutschen Sozialdemokratie im ersten Jahr des Weltkrieges 1914 bis 1918 (Teil 2)

Am 3. Dezember 1914 wandte sich Clara Zetkin (1857—1933) an die niederländische Sozialistin und Organisatorin der proletarischen Frauenbewegung Heleen Ankersmit (1872—1944), der sie viele Jahre hindurch politisch und persönlich eng verbunden war. Zetkin schildert in dem Brief allgemein die Situation in Deutschland seit Entfesselung des Weltkrieges und speziell den Zustand der sozialdemokratischen Reichstagsfraktion seit deren Zustimmung zu den Kriegskrediten am 4. August und — mit Ausnahme Karl Liebknechts — am 2. Dezember 1914.

Gewiss, liebe Genossin Ankersmit, es ist in der Sozialdemokratie und außerhalb ihrer in den proletarischen Massen eine zielklare und entschiedene Opposition gegen diesen Stand der Dinge (die Anpassung an den Kriegskurs der Regierung; jW) und seine weitere Entwicklung vorhanden. Sie wissen ja, dass in der sozialdemokratischen Reichstagsfraktion 14 Mitglieder am 4. August gegen die Bewilligung der Kriegskredi...

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