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18.12.2014 / Inland / Seite 1

Amazons Resterampe

Zynischer interner Sprachgebrauch des Versandhändlers offenbart Menschenbild des Konzerns. Beschäftigte verlängern Streiks.

Claudia Wrobel

Der Internetversandhändler Amazon möchte partout nicht mit seinen Beschäftigten über eine tarifvertragliche, kollektive Absicherung der Angestellten diskutieren. Deshalb haben die Mitarbeiter am Mittwoch verkündet, dass sie ihren Streik am Standort Graben (Bayern) bis zum 24. Dezember aufrechterhalten werden. In Bad Hersfeld (Hessen), Leipzig (Sachsen), Rheinberg und Werne (beide Nordrhein-Westfalen) wollen sie ihre Arbeit am Samstag nach der Spätschicht wieder aufnehmen. In Koblenz (Rheinland-Pfalz) sollte der Arbeitskampf vorläufig in der Nacht zum heutigen Donnerstag enden. Bundesweit beteiligten sich nach Angaben der Gewerkschaft am Mittwoch 2.600 Personen an den Arbeitsniederlegungen. Der Streik hatte in der Nacht zu Montag begonnen.

Doch für den Versandhändler scheinen die Mitarbeiter keine Ansprechpartner auf Augenhöhe zu sein. Nach Angaben des ver.di-Landesbezirks Berlin-Brandenburg bezeugt der interne Sprachgebrauch den respektlosen Umgang mit de...

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