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10.12.2014 / Ausland / Seite 6

Kiews Blockade

Donbass: Im Winter spürt die Bevölkerung die Kriegsfolgen noch deutlicher. Gezielte Zuspitzung durch Poroschenko-Regierung

Mark Bartalmai

Es schneit in Donezk jetzt beinahe jeden Tag, draußen ist es eiskalt. Doch was in den Menschen in dieser Stadt hochkriecht, ist nicht so sehr die Kälte. Sie haben Angst. Der Donbass steht vor einer humanitären Katastrophe ungeahnten Ausmaßes, mit dem Winter wird die nächste Runde des Konflikts eingeläutet.

Menschen wie der Vater eines 17jährigen, der den Beschuss des Schulsportplatzes überlebt hat, verzweifeln beinahe an der Situation. Als Witwer mit fünf Kindern und einem Job als Taxifahrer sieht er für seine Zukunft schwarz. Die Häuser der Bewohner von Makiiwka, Gorliwka, Donezk und vielen anderen Orten liegen in Trümmern, viele ihrer Angehörigen und Freunde sind tot. Die fortgesetzte systematische Zerstörung der Infrastruktur und der Wohn- und Lebensbereiche der Zivilbevölkerung, das tägliche Sterben sind zu einer grausamen Normalität geworden im Donbass. Es sind die einfachen Menschen, die seit Monaten gezwungen sind, immer neue Wege für ihr Überleben...

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