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06.12.2014 / Titel / Seite 1

Stasi-Angst in Thüringen

Bodo Ramelow zum Ministerpräsidenten gewählt. CSU wettert gegen »Top-Agenten«, Demonstranten fürchten »Rückkehr der Kommunisten«. Kritik auch von links

André Scheer

Im ersten Wahlgang fehlte Bodo Ramelow eine Stimme, weil ein Abgeordneter des Thüringer Landtags seinen Zettel ungültig gemacht hatte. Als dann Landtagspräsident Christian Carius (CDU) am Freitag vormittag bei der Bekanntgabe des Ergebnisses der zweiten Runde ebenfalls eine ungültige Stimme feststellen musste, hielten die Anwesenden kurz den Atem an. Doch diesmal waren die nötigen 46 Stimmen zusammengekommen - Ramelow ist der erste Ministerpräsident eines Bundeslandes, der Mitglied der Linkspartei ist.

CDU und andere Rechte hatten im Vorfeld mit antikommunistischer Hysterie versucht, die Wahl Ramelows zu verhindern. Am Donnerstag abend demonstrierten in Erfurt rund 1.500 Menschen gegen eine von ihnen befürchtete »Rückkehr der SED«. Der Vorsitzende der CDU/CSU-Fraktion im Bundestag, Volker Kauder, machte Stimmung mit der Aussage, er werde »der SPD die Wahl eines linken Ministerpräsidenten nicht so schnell vergessen«. Die Union hatte darauf spekuliert, das...

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