01.12.2014 / Schwerpunkt / Seite 3

Rechte Pressure-groups

»PEGIDA« in Dresden, »HoGeSa« in Köln, Proteste gegen Flüchtlingsheime, die US-amerikanische Zentralbank oder angebliche »Homoumerziehung«: Auf den Straßen bewegt sich etwas - in die falsche Richtung.

Sebastian Carlens

Es ist eine Mischung aus Fahnenmeeren wie zu Fußball-WM-Zeiten und nachgespielter »Wende«-Montagsdemo, die in Dresden allwöchentlich zu immer größeren Aufmärschen führt: Die Initiative »PEGIDA« (»Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes«, jW berichtete), die am vergangenen Montag 5.500 Menschen zu einem »Schweigemarsch« mobilisieren konnte, gibt es erst seit sechs Wochen. Seitdem wächst die neue Bewegung exponentiell und verdoppelte bislang jeden Montag ihre Teilnehmerzahlen. »PEGIDA« inszeniert sich als »Schweigemarsch«, Parteisymbole oder -fahnen sind verboten, Sprechchöre oder Slogans untersagt. Neben den allgegenwärtigen Deutschlandfahnen in Schwarz-Rot-Gold finden sich im Protestzug nur vereinzelt Banner mit Sprüchen wie »Heimatschutz statt Islamisierung«. »Besorgte Bürger« nutzen friedlich ihre demokratischen Rechte, so die transportierte Botschaft. Es waren die Montagsdemos, die vor 25 Jahren die »Demokratie« nach Sachsen und O...

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